Wappen der Stadt Markranstädt

Stadtwappen Markranstädt

Bundesland: Sachsen


Herkunft und Bedeutung

Das Wappen der Stadt Markranstädt zeigt Bartholomäus mit dem rechts geschulterten Schindermesser und die ihm abgezogene Haut über dem linken Unterarm. Diese Figur wird im Wappen nachweislich seit 1531 verwendet. Der Schriftduktus des ältesten Siegels lässt erkennen, dass die Siegelform bereits Ende 13./Anfang 14. Jh. geschnitten und benutzt worden ist, obwohl Belege aus dieser frühen Zeit fehlen. St. Bartholomäus war einer der 12 Apostel. Nach der Legende soll er unter König Astyages von Armenien durch Abziehen der Haut und Enthauptung den Märtyrertod gefunden haben. Durch die Art des Märtyriums wurde er im späteren Mittelalter Schutzpatron alle Häute verarbeitenden Gewerbe wie Gerber, Kürschner, Schuhmacher, aber auch der Fellhändler usw. Da das älteste Siegel bereits im 13./14. Jh. entstanden sein dürfte, kann die Wahl des Heiligen nicht mit den erst ab Mitte des 19. Jh. für Markranstädt so bedeutend werdenden Rauchwaren-Zurichtereien zusammenhängen, auch wird der erste Kürschner in unserer Stadt relativ spät, im Jahr 1708, erwähnt. Es liegt aber nahe, die Wahl des Bartholomäus für unser Stadtsiegel mit den in Chroniken erwähnten, urkundlich jedoch bisher nicht belegbaren, angeblich bis zum 30jährigen Krieg hier durchgeführten, überregional bekannten Wollmärkten in Verbindung zu bringen, auf denen neben der Bauernschaft der Umgebung insbesondere die Mönche des Altranstädter Klostergutes - und nach der Reformation dessen weltliche Besitzer - die Erträge ihrer umfangreichen Schafzucht abgesetzt haben sollen.

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