Wappen der gemeinde Hassloch

Gemeinde Haßloch

Bundesland: Rheinland-Pfalz


Beschreibung

Ein Wappen, ein im Mittelalter entstandenes, später allgemein gebrauchtes, erbliches und bestimmten Regeln unterworfenes farbiges Zeichen einer Person, Zunft oder eines Staates, ist seit dem Jahr 1933 jedem erlaubt. Die Bestrebungen von Haßlocher Seite nach einem Gemeindewappen bestanden offenbar aber schon viele Jahre zuvor.

Dies geht aus einem Schreiben hervor, welches das Königliche Kreisarchiv der Pfalz am 28. März 1927 an das Bürgermeisteramt Haßloch richtete. Darin wird erwähnt, dass die historische Kunstanstalt von Carl Rücker in Speyer das Kreisarchiv um Aufschluss über die Farben des Haßlocher Gemeindewappens bat. Dieses sollte bereits am nächsten Tag in einer zu überreichenden Ehrenbürgerurkunde Aufnahme finden, was angesichts der so kurz bemessenen Zeitspanne nicht möglich war. Es legte vielmehr der Kunstanstalt nahe, zunächst den für das Wappen bestimmten Raum offen zu lassen und inzwischen bei der Gemeinde Haßloch anzuregen, dass diese zwecks Feststellung ihres richtigen Wappens beim Königlichen Kreisarchiv entsprechende Schritte unternimmt.

Das Ergebnis umfangreicher Recherchen durch das Königliche Kreisarchiv ließ sich dahingehend zusammenfassen, dass das alte Hasslocher Gerichtssiegel weder der Zeit seiner Verleihung, noch seiner Bedeutung nach, eine sichere Bestimmung und eine zweifellose Erklärung finden kann. "Ohne Zweifel", so hieß es weiter, "ist anzunehmen, dass wenigstens im 18. Jahrhundert das Gericht Haßloch sich des Hakensiegels bediente, wie in dem von der Gemeinde heute noch verwahrten Siegelstock ersichtlich." Wesentlich an dem Siegel ist, wie weiter ausgeführt, indes lediglich der Haken, dessen Erklärung für die historisch heraldische Sachbehandlung von hohem Interesse wäre. Die Krone über dem Wappenschild, das ovale Siegelfeld in dem das Wappen sich befindet und das barocke, schnörkelige Zierwerk zu beiden Seiten des Siegelfeldes erweisen sich schon auf den ersten Blick als willkürliche Anordnungen oder Zutaten. Das Königliche Kreisarchiv stellte daher fest, dass bei einer Neubeschaffung des Gerichtssiegels die strengste heraldische Richtigkeit ins Auge zu fassen wäre, welche in allererster Linie in einer der Wirklichkeit entsprechenden Einfachheit des Wappens und des Siegels bestehe.

Was es nun mit dem Siegelbild des Gerichtssiegel für eine Bewandtnis hatte, ist schwer zu sagen. Ein ähnliches oder auch gleiches Hakenzeichen wie das Hasslocher Siegel führte nach der Geschichte der Stadt Edenkoben die dritte der sogenannten Haingeraiden. Eine Verbindung war aber nicht nachzuweisen. Näher lag wohl die Vermutung, dass im Laufe der Zeit durch die Abnutzung der im Gebrauch befindlichen Siegelstöcke, wie auch durch Unkenntnis oder mangelnde Geschicklichkeit des Siegelstechers, beides in Zusammenhang mit der zeitweiligen gänzlichen Ausartung der heraldischen Kunst, sich das ursprüngliche Siegelbild zum gegenwärtigen Hakenzeichen umgebildet hat.

Die ältesten Namensformen des Ortes Haßloch sind in Schenkungsurkunden an das Kloster Weißenburg/Elsass Ende des 18. Jahrhunderts enthalten. Sie lauten "Hasalaha" und "Hasalahae". In beiden Fällen wäre der Ort Haßloch als eine auf Rodungen von Haselbüschen entstandenen Ansiedlung zu bezeichnen. Dementsprechend wurde der Heraldikprofessor Otto Hupp in Schleißheim beauftragt, eine farbige Wappenskizze anzufertigen, welche unter Berücksichtigung der vom Hasslocher Gemeinderat gewünschten Ortsfarben eine goldene Haselstaude darstellte. Der Entwurf stieß auf Ablehnung.

Mit Schreiben des Reichsstatthalters von Bayern in München vom 2. April 1938 wurde der Gemeinde Haßloch das Recht verliehen, ein Gemeindewappen in der heute vorliegenden Form zu führen. Nach elf Jahren hatte man endlich Erfolg. Das Gemeindewappen zeigt in einem geteilten und oben gespaltenen Schild folgendes: Im linken Feld den goldenen pfälzischen Löwen auf schwarzem Grund, rotbewehrt und rotgekrönt. Im linken Feld auf blauem Grund drei silberne, rotbewehrte leiningische Adler. Im unteren Feld auf silbernem Grund einen schwarzen Doppelhaken in Gestalt eines verkehrt stehenden großen römischen S.



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